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text USB Charger Doctor
Wed, 07 Nov 2018 19:41:00 +0100

In letzter Zeit überschwemmt ein China Gadget die Electronic Community. Mit dem Suchbegriff USB Charger Doctor findet man bei den üblichen Verdächtigen eine unübersehbare Anzahl ähnlicher Geräte. 

Wofür ist so was denn gut? Höre ich dich fragen. Nun einmal fällt mir zu allererst das überprüfen von Powerbanks ein, endlich weiß man genau, welche Kapazität denn nun wirklich drin ist. Die selbe Anwendung ist auch bei Smartphones praktisch, denn hier kann man leicht den Zustand des Akkus überprüfen.

Weiterhin sehr interessant ist das Leistungsverhalten des USB Ports zu überprüfen, bzw. des Ladeadapters.

Prima eignet es sich auch mal die Stromaufnahme von externe Festplatten zu messen. Wer sich wundert, das seine Festplatte an Gerät A und B, nicht aber an C läuft, findet hiermit auch sofort die Erklärung. Praktisch jede externe 2,5Zoll Harddisk ist beim anlaufen ausserhalb der Spezifikationen von USB 2.0, Fast alle Mainboard Hersteller haben darauf reagiert und können kurzzeitig diesen Mehrbedarf liefern. Aber eben nicht alle und verlassen kann man sich eh nicht darauf.

Auch kann man bei entsprechend vorhandenen Kabeln den Spannungsabfall an unterschiedlichen Varianten von USB Verbindungskabeln überprüfen.

Hier ist es in Aktion zu sehen beim Laden meines Handys. Hier kann man gleich mehrere Erkenntnisse gewinnen. Die Anzeige differiert um ein paar LSD (Last Significant Digits). Das Display ist blickwinkelabhängig, aber sehr gut lesbar. Als Interessierte Laie möchte ich natürlich wissen, ob die Angabe "Accuracy 1%" auch zutrifft, deshalb habe ich es mit einem genauen Multimeter verglichen.

(Das Bild ist nicht ganz scharf, ich musste einige Klimmzüge veranstalten, um überhaupt beide Anzeigen gemeinsam abbilden zu können)

Hier erkennt man eine Differnez von 5,36 - 5,289 Volt = 71 mV

Bezogen auf den Messwert von 5,289V sind das weniger 1,5%.

Das ist beeindruckend. Die Angabe von Genauigkeiten werden meistens auf den Endwert bezogen, das sind bei meinem Gerät 20V, Hier wäre ein Fehler von 0,2Volt gerade noch akzeptabel.

Laut Hersteller wird behauptet, dass die Eingangspannung bis 20 Volt betragen darf, damit verläßt man die USB Spezifiaktion bei weitem, hierzu habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, ich frage mich auch wo der Anwendungsfall wäre. Vielleicht weiß ein Leser mehr?

Aber auch bei reiner Verwendung an 5V Systemen ist dieses Meßgerät wirklich seine 5 €‚- wert, eine klare must have Auszeichnung von Zockertown! wink

Ergänzung: Um den Charger Doktor so wie eigentlich gedacht als Akku Kontrolleur zu benutzen, muß ein Mindestladestrom fliessen, den Akku in meiner Pebble kann man jedenfalls damit nicht messen. Also ein Strom von ca. 80mA ist zu wenig, um Zeit und Kapazitätsmessung zu starten

 

 

 

Ist hingegen ein schnellladefähiges Gerät (Samsung A5) dran, dann erkennt man die höhere Ladespannung und Strom.

(Ok, das Phone war fast voll, deshalb nur 560mA, das tut hier jetzt nichts zur Sache)

sondern: ... das, obwohl das Typenschild der "Ladestation" behauptet, es wäre ein USB Output 5V ...

Sachen gibt's